bleibt immer in unserer Erinnerung

Jahrgangsstufe 7/8

2.2.1 Informationsveranstaltungen mit der Polizei
An vielen Stellen dieses Schulprogramms wird deutlich, dass wir es für wichtig erachten, unsere Schule zu öffnen. Wir arbeiten mit zahlreichen Personen und Institutionen zusammen, die nicht direkt zur Schule gehören, zu denen Kontakte hergestellt und gepflegt werden müssen.
Eine solche Institution ist auch die Polizei.
Hier seien beispielhaft zwei Bereiche erläutert, in denen die Polizei „unser Hel­fer“ sein kann in der Arbeit mit Schülern wie in der Arbeit mit Eltern.

2.2.1.1 Gewaltprävention
Eine gewaltfreie Schule ist sicherlich unser aller gemeinsames Ziel und Anlie­gen. Wir sind überzeugt davon, durch vorbeugende Maßnahmen dazu beizutra­gen, dass manche Situationen erst gar nicht gewaltsam werden. Stellen wir uns vor, Schüler A und Schüler B haben einen Konflikt. Ist die Chance, diesen friedlich zu lösen nicht um so größer, je mehr gewaltfreie Möglichkeiten der Konfliktbeendigung beide gelernt und geübt haben? Bei diesem Lernen und Üben unterstützt uns die Polizei.

2.2.1.2 Suchtprävention
Die Entwicklung auf dem „Markt der Sucht- und Rauschmittel“ ist von rasantem Tempo. Immer neue chemische Drogen werden unter dem Oberbegriff Extasy gehandelt. Der relativ geringe Preis stellt für viele Jugendliche eine deutliche Verlockung dar.
Um dieser Gefährdung entgegentreten zu können, haben sich einige Kolle-genInnen über einen längeren Zeitraum im Rahmen von Fortbildungs-veranstaltungen und Privatstudium mit diesem Themenkomplex intensiv auseinandergesetzt und haben entsprechende Verhaltensmuster und schulische Aufgaben in entsprechenden Papieren zusammengestellt.
Zusätzlich aber müssen wir als LehrerInnen und Eltern ebenfalls über die jeweils ganz aktuelle Situation informiert sein. Für diese ständig aktualisierten Informationen laden wir Fachleute der Polizei zu uns in die Schule ein, damit Lehrkräfte wie Eltern sensibel für eventuelle Hinweise auf Drogen­kontakte werden und gegebenenfalls schnell und hilfreich reagieren können.

2.2.2 Sicherheitserziehung/ Mofakurs
Seit dem Erlass vom 14.12.’73 gehört die Verkehrserziehung/Sicherheitserziehung zum pflichtgemäßen Unter­richtsprogramm der Schulen und liegt in der Verantwortung aller LehrerIn­nen.
Begreift man unsere alltägliche Umwelt als ein Phänomen zwischenmenschlicher Be­ziehungen mit aus­geprägten physikalisch-technischen, gestalterischen, kommuni­kativen und gesellschaftlich-poli­tischen Bezügen, so wird deutlich, dass Sicherheitserziehung nicht als Unterrichtsfach konzipiert werden kann, sondern vielmehr der kooperative Ansatz die geeignete Realisationsform dar­stellt, d.h. die Mitwirkung aller Fächer in einer fächerübergreifenden Sicht. In diesem Sinne zeigt der beige­fügte Übersichtsplan auf, in welcher Weise die Fächer des gesell­schaftlich-politi­schen, des naturwissenschaftlich-technischen Bereichs sowie ei­nes flankierenden Bereichs (Deutsch, Religion, Kunst) ihren Beitrag zur Sicherheits-erziehung leisten können. Hinsichtlich der Ziele bleibt zu betonen, dass es darum gehen muss, ver­kehrsspezifische Kenntnisse (z.B. technische Funktionsweise von Verkehrsmitteln, Verkehrs­rege­lungen etc.), Fertigkeiten und Fähigkeiten (z.B. sicheres Beherrschen der Ver­kehrsmittel, Agieren und Reagieren in Verkehrssituationen) zu vermitteln, Kenntnisse über gefährliche Stoffe und Wissen um den richtigen Umgang mit Ihnen, richtiges und rücksichtnehmendes Verhalten in Aufenthalts- und Lebensräumen zu vermitteln, ebenso den pädagogi­schen Auftrag im Blick zu haben und die SchülerInnen zu partnerschaftlichem und verantwort­ungs­bewußtem Sozialverhalten zu erziehen.
Unsere Schule versucht diesen Vorgaben Rechnung zu tragen, indem die jeweili­gen Klas­senlehrerInnen dafür sorgen, dass in jedem Monat einer der in seiner Klasse tätigen Fachlehrer aus der Sicht seines Faches Sicherheitserziehung erteilt. Zudem leisten die KlassenlehrerInnen der Jahrgangsstufe 5 im Rahmen der Ein­gewöhn-Woche Sicherheitserziehung zum Thema „Mein neuer Schulweg“ (Schul­wegkarte, Schulweg­begehung, Gefahrenpunkte im Schulbereich). In den Klassen der Jahrgangsstufe 8 erteilen Polizeibeamte des Kommissariats Vorbeugung und Verkehrsicher­heitsbe­ratung VE-Unterricht zum Thema „Sicher im Straßenverkehr als Fußgänger und Rad­fahrer“.
Es soll darüber hinaus dauerhaft versucht werden, zu Beginn des Jahrgangs 7 mit Hilfe der Physik-Lehrer und Vertretern der Polizei eine Wiederholung der Radfahrprüfung ( Grundschule ) und die technische Überprüfung der Fahrräder durchzuführen.

Darüber hinaus bietet unsere Schule nunmehr schon seit 13 Jahren interessierten SchülerInnen die Möglichkeit, im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft an einem Mofakurs teilzu­nehmen. Es mag sein, dass das rege Interesse seitens der SchülerInnen zunächst darin begrün­det liegt, dass unsere Schule eine im Ver­gleich zu kommerziellen Fahrschulen kostengünstige Adresse zum Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung darstellt. Aus der Sicht der Sicherheitserziehung bietet der Mo­fakurs die Chance, die oben erwähnten Ziele auch tatsächlich umzusetzen. In den etwa 12 Praxis-Doppelstunden erlernen die Kursteilnehmer das sichere Be­herr­schen des Mofas. Der Verkehrsparcours auf dem Schulhof erlaubt es, relativ rea­litätsnah unterschiedliche Verkehrssituationen zu simulieren und adäquates Verhalten im Straßenverkehr einzuüben. Die ebenfalls 12 Theorie-Doppelstunden dienen nicht allein zur Vorbereitung der amtlichen Prü­fung, sondern geben dem Kursleiter hinlänglich Raum, die SchülerInnen mit übergeordneten Problemstel­lungen (Umwelt, Sicherheit, Gesundheit, rechts- und versicherungstechnische Fra­gen) zu konfrontieren. Eine kritische Distanz gegenüber dem unreflektierten Ge­brauch des Verkehrsmittels Mofa soll gestärkt werden.